Es ist seit Langem klar, was getan werden muss, um die gesetzlich verankerten Klimaziele zu erreichen und unsere Energiewirtschaft dauerhaft klimafreundlich, zukunftsfähig und sicher aufzustellen. Der Weg ist bekannt: der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien, kombiniert mit Speicherlösungen, intelligenten Netzen und fairen Rahmenbedingungen. All das würde Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und bezahlbare Energiekosten für alle ermöglichen.
Und dennoch errichten Bundesregierung und große Netzbetreiber immer wieder neue Hürden auf diesem Weg. Eine rückwärtsgewandte Energiepolitik bremst den notwendigen Fortschritt aus – etwa durch die Verweigerung oder das bewusste Hinauszögern von Netzanschlüssen, durch künstlich niedrig gehaltene Ausschreibungsvolumina bei der Windkraft, die viele genehmigungsreife Projekte verhindern, oder durch das gezielte Ausbremsen des Ausbaus von Batteriespeichern.
Stattdessen werden neue Erdgaskraftwerke ausgeschrieben – mit erheblichen finanziellen Mehrbelastungen für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und der gleichzeitigen Schaffung neuer Importabhängigkeiten in unserer Energieversorgung. Die Kosten dieser Politik werden auf die Bürger*innen abgewälzt, während die Gewinne bei wenigen großen Akteuren landen.
Angesichts dieser Entwicklung wird deutlich: Es braucht mehr denn je Engagement und Tatkraft vor Ort. Überall dort, wo Menschen konkrete Projekte umsetzen, wird sichtbar, dass eine saubere, dezentrale und demokratische Energieversorgung möglich ist – und dass es für starre fossile Lobbyinteressen zunehmend schwieriger wird, ihre Blockadepolitik aufrechtzuerhalten.
Ermutigende Beispiele gibt es bereits viele. Kommunen und Initiativen zeigen, wie Energiewende praktisch gelingen kann – etwa im bayerischen Regensburg, im oberfränkischen Forchheim oder im brandenburgischen Gartz. Sie machen Mut und zeigen, dass Fortschritt nicht auf Berlin warten muss.
Positive Beispiele zeigen, wie der Ausbau der Erneuerbaren gelingt
Regensburg: Energiewende durch kommunales Engagement
In Regensburg zeigt sich, wie wirkungsvoll kommunales Handeln sein kann. Durch den gezielten Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden, Bürgerbeteiligungsmodelle und eine klare politische Rückendeckung vor Ort werden erneuerbare Energien konsequent vorangebracht. Die Stadt beweist, dass Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Akzeptanz in der Bevölkerung Hand in Hand gehen können.
Forchheim: Bürgerenergie als Motor der Transformation
Das oberfränkische Forchheim steht beispielhaft für eine Energiewende von unten. Bürgerenergiegenossenschaften spielen hier eine zentrale Rolle und ermöglichen es vielen Menschen, sich direkt an Wind- und Solarprojekten zu beteiligen. So bleiben Investitionen und Gewinne in der Region, während gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energien sinkt.
Gartz: Kleine Kommune, große Wirkung
Auch die brandenburgische Kleinstadt Gartz zeigt eindrucksvoll, dass erfolgreiche Energiewende keine Frage der Größe ist. Mit Engagement, klaren Zielen und Kooperationen vor Ort wurden erneuerbare Projekte umgesetzt, die die regionale Energieversorgung stärken. Gartz macht deutlich: Selbst unter schwierigen Rahmenbedingungen lassen sich zukunftsfähige Lösungen realisieren.
