Ein Kommentar von Peter Keller:
Nicht nur die massiven Klimaproteste in Hamburg, Berlin, Köln und München unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen“ mit über 80.000 Menschen sondern inzwischen auch immer Einschätzungen aus Industrie, Forschung und Wissenschaft zeigen auf, welche energiepolitische Irrfahrt derzeit das Bundeswirtschaftsministerium unter der Führung von Katherina Reiche hinlegt.
Während die aktuelle geopolitisch bedingte Energiekrise die Energiepreise nach oben treibt verschärft die bundesdeutsche Wirtschaftsministerin die Krise, statt sie zu lösen. Und ignoriert offenkundig, dass eine Mehrheit in Deutschland mit dieser Bremse nicht einverstanden sind.
Die aktuelle Energiekrise zeigt deutlich auf: Die Energiewende ist längst nicht mehr nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern eine der nationalen Sicherheit und wirtschaftlichen Stabilität. Hätten frühere Bundesregierungen den Ausbau erneuerbarer Energien nicht immer wieder gedeckelt, verzögert oder mit bürokratischen Hürden überzogen, wäre Deutschland heute deutlich resilienter. Stattdessen zahlen Verbraucher und Unternehmen die Rechnung für politische Zögerlichkeit.
Doch statt nun endlich die Zeiten der Zeit zu erkennen und die Fehler vergangener Zeiten nicht mehr zu wiederholen verweigert sich die Wirtschaftsministerin einem zukunftsfähigen Umbau der Energieversorgung in Deutschland. Über die Gründe kann nur spekuliert werden, aber es zeigt sich deutlich dass Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche exemplarisch für eine Politik steht, die eher zurück- als nach vorn schaut. Ihre Reformpläne sorgen nicht für Aufbruch, sondern für Verunsicherung. Die Kritik aus der Branche ist massiv – und sie ist berechtigt.
